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Sai 釵 (サイ)

Sai. Die Sai gehören zu den ältesten klassifierten Waffen des Ryūkyū  Kobudō. Für die Herkunft der Sai gibt es unterschiedliche Theorien. Am wahrscheinlichsten ist, dass sie die klingenlose Variante eines Messers mit ausgeprägter gebogener Parierstange waren. Durch die fehlende Klinge wurden die Drehtechniken an der Parierstange in Honte und Gyaku-mochi möglich und somit die Eigenheiten des Saijutsu. Sai dienten vor allem als Zeichen der Autorität für Angehörige der Ryūkyū  Pechin Klasse. Neben den normalen Sai gibt es noch die Manji Sai, die dem buddhistischen Manji Symbol ähneln (siehe unten). Auch die sogenanten Nunti werden teils dazugezählt, obwohl diese eigentlich den Aufsatz des Fischerspeeres (Nunti-bō) bildeten.

 

 

Anmerkung zur Kata Manji no Sai: Taira Shinken eröffnete in der Vorkriegszeit ein Shibu-dôjô des Shôtôkan in Ikaho in der der Präfektur Gunma. In der Nähe des Ikaho Onsen, den heißen Quellen von Ikaho, befand sich ein Tempel, in den Taira Shinken zur Huldiging besuchte, möglicherweise um für das Wohl seines Dôjô zu beten. Dort wurde ihm gewahr, dass das buddhistische Manji-Symbol große Ähnlichkeit mit der alten Waffe "Sai" besaß, Higa Yûchoku schrieb dazu: "Taira Senseis sechster Sinn blitze auf." [平先生六感に閃く] Nach der Rückkehr ins Dôjô kam Taira spontan die Idee, sein Meisterwerk Jigen no Manji-Sai zusammenzustellen, Taira Senseis einzigartige Kata.

Der Name "Jigen" 慈元 ist etwas verwirrend und es ist nicht klar, was damit gemeint ist. Man könnte es als "Ursprung der Gnade" übersetzen und möglicherweise steht es in irgendeinem Zusammenhang mit dem Tempel, in dem Taira betete.

 

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