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      Bō


Der Rokushaku Bō, d.h. der etwa 1,82 m lange Stock, bildet die Hauptkategorie der Kobudō-Wafen mit den meisten Kata. Die Bezeichnung Rokushaku Bō ist nicht unbedingt zutreffend, da die Länge des Bō auf die Körpergröße des Anwenders/der Anwenderin angepaßt sein soll. Tatsächlich sollte der Bō etwa die Länge einer ausgestreckten Hand länger sein als der Anwender/die Anwenderin. 

Das Eku エーク oder Paddel wird häufig zur Kategorie des Bō gezählt. In Anspielung an eine bestimmte Technik wird das Eku auch Sunakake-bō genannt. Sunakake bedeutet „Sand schleudern“. Eku-di bedeutet „Paddeltechniken.“ Die Techniken ähneln denen des Bō oft sehr. Das Eku wird auf Japanisch Kai genannt.

Katherine bei Vorbereitung für die Vorführung der Eku-Kata Tsuken Sunakake no Kun in Fuzhou Stadt, Provinz Fukien, China.

Die Kata wird auch Chikin Sunakachi no Ekudi genannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bō gehört zu den ältesten klassifierten Waffen des Ryūkyū  Kobudō. Erste Erwähnung soll es bereits im 12. Jahrhundert gegeben haben. Auf Okinawa wird er auch Kun genannt. Kun bedeutet wörtlich „Knüppel“, Das Zeichen ist dasselbe wie für den chinesichen Langststock, Gun, so ist die Herkunft des Wortes Kun im Chinesischen zu suchen. Die Kampfkunst des okinawesischen Stocks wird deshalb auch Kun-pō 棍法 (Knüppel-Methode) oder Kunjutsu 棍術 genannt. Zu Trainingszwecken werden Stangen aller Variationen verwendet, wie beispielsweise Tetsubō („Eisenstange“) u.a. Während der Bō eigentlich nur eine Holzstange ist, bildet dies doch die „Grundlage zahlreicher Wehren“ und es ist überliefert, dass Verantwortliche okinawesischer Tributschiffe solche Waffen mit Klingen an beiden Enden besaßen. Auch der Nunti-bō zählt in diese Kategorie und wird als Werkzeug der Fischer beschrieben, mit dem Netze eingeholt oder der damit aufgespießte Fang ins Boot gehievt wurdee. Die Länge des Nunti-bō beträgt etwa 170 cm, mit augestecktem Nunti etwa 206 cm.

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