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武術の歴史

 

 

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Uralte Heilgymnastik Aus China

     Uralte Heilgymnastik aus China

中国の古代医術


Uralte Heilgymnastik aus China

中国人の古代医術

 

 Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch "Geschichte des Sports aller Völker und Zeiten," herausgegeben 1926 von G. A. E. Bogeng. Im Kapitel "Der Sport im Altertum" (S.119-121) beschreibt Martin Vogt in einem kurzen Absatz die Heilgymnastik der alten Chinesen.

Er führt diese Gymnastik auf zwei alte Legenden zurück.

Die früheste genannte Gestalt ist der legendäre Gelben Kaiser Huang Ti (Huang-di). Was Vogt offenbar nicht wußte, ist, das Huang Ti (Huang-di) im 3. Jahrtausend vor unserer Zeit mit "magischen Kampfkünsten" (Kung-fu) seinen bösen Widersacher besiegt und somit die Grundlage der chinesischen Zivilisation begründet haben soll. So jedenfalls die Legende.

Auch die zweite genannte Gestalt ist legendär. Es handelt sich um Tamo (Boddhidharma), der etwa im 5. Jahrhundert unserer Zeit von Indien nach China ging und dort den später weltweit bekannt gewordenen Zen-Buddhismus begündete. Was Vogt wiederum offenbar nicht wußte, ist, das dieser Tamo (Boddhidharma) mit seinen Gesundheits-, Atem- und Körperübungen die Grundlage des Shaolin-Kung-fu gelegt haben soll.

Unabhängig davon, wie wahr die Legenden nun sein mögen: Vogt verwendete bereits in diesem Werk von 1926 den Begriff "Kong-Fu" (Kung-fu), womit er die Heilgymnastik meinte, also einen Teil dessen, was wir unter Kung-fu verstehen, auch wenn wir oft weiter in Qigong, Neigong usw. differenzieren.

Jedenfalls erkannte Vogt, dass durch die Chinesen "bereits nahezu drei Jahrtausende vor Christus die gesundheitliche Bedeutung richtig ausgewählter Leibesübungen erkannt und gewürdigt wurde."

Der kurze Text lautet wie folgt. Die fünf Bilder aus dem text finden sich ebenfalls hier.

Nicht ganz nebenbei gesagt: Vogt erwähnt auch den Missionar Joseph Amiot, der im 18. Jahrhundert in China lebte. Dieser erwarb 1782 als erster Europäer eine Kopie von Sun Tsu's "Die Kunst des Krieges" (Sunzu Bingfa 孫子兵法), die wohl erste militärische Abhandlung der Welt. Amiot fertigte eine unbrauchbare von ihm selbst ausgeschmückte Übersetzung in Französisch an, und erst Lionel Giles gelang 1910 eine wissenschaftlich fundierte Übersetzung dieses fundamentalen Werkes. 


 

Heilgymnastik der Chinesen

Der Buddhistenmönch Tamo hat um das Jahr 500 n.Chr. aus China ein Heil- und Gesundheitsturnen aufgezeichnet, das im Jahr 2698 v.Chr. angeblich vom Kaiser Hoang TiHuang-di] begründet sein soll. Es hat den Namen Kong-Fu [Kung-fu]  Die Priester des Tao, der Gottheit der Weltvernunft, unterwiesen in dieser Gymnastik, die nicht nur Gesundheit des Leibes sondern auch, da sie als religiöse Übung bezeichnet wurde, Unsterblichkeit der Seele verhieß. Die Krankheiten, so erklären diese Priester, haben ihren Ursprung in den Stockungen der Organe, und diese Stockungen lassen sich durch bestimmte festgelegte Freiübungen verbunden mit entsprechender Atemgymnastikbeseitigen, falls man rechtzeitig, also nicht schon, wenn die Krankheit weiter fortgeschritten ist, mit ihnen beginnt. Man staunt über die mannigfachen, unserer zeitgemäßen Gymnastik ganz ähnlichen Formen der Übungen, deren jede einzelne mit den fünf verschiedenen Arten der Atmung (pfeifend, keuchend, stoßend, absetzend, verschluckend) verbunden, nach der Vorschrift ausgeführt, gegen eine bestimmte Erkrankung hilft (Abb. 91-95).

Dadurch, daß jede Art der Atmung wieder vier Unterarten hat (hastig, dünn, voll, ganz leise) und jede der genannten Freiübungen im Sitzen, Liegen oder Stehen mit jeder Form der Atmung und wieder mit jeder einzelnen Unterart verquickt werden kann, ergibt sich eine unendliche Menge von Ausführungsformen, so daß für Krankheiten jeglicher Art eine bestimmte Übung vorhanden ist, die Rettung bringt. Heute noch ist diese Heilgymnastik bei den Chinesen in vollem Ansehen. Unwillkürlich drängen sich beim Betrachten der bildlichen Aufzeichnungen dieses uralten chinesischen Heilturnens Vergleiche mit der schwedischen Heilgymnastik auf, und wirklich hat auch der Franzose Desbonnet die Behauptung aufgestellt, Ling, der Vater der schwedischen Gymnastik, habe auf Grund der französischen Übersetzung des Missionärs Amiot (1779) sein System dem Kong-Fu [Kung-fu[ entlehnt (Abb. 91-95).

Indes hat Dr. Mehl-Wien die Unrichtigkeit dieser Behauptung einwandfrei festgestellt. Für uns ist bemerkenswert, daß bereits nahezu drei Jahrtausende vor Christus die gesundheitliche Bedeutung richtig ausgewählter Leibesübungen erkannt und gewürdigt wurde.

 


 

Fig. 1 (oben rechts). Macht die Brust frei, mäßihgt die Hitze des Blutes, dient der Erholung

Fig. 2 (oben links). Gegen Asthma, Schmerzen in den Nieren und Eingeweiden

Fig. 3 (unten rechts). Gegen Träume, nächtliche Trugbilder und deren Folgen

Fig. 4 (unten links). Gegen Störungen im Magen, Verstopfung und Gelbsucht

 


 

Fig. 5 (oben rechts). Gegen Herzkrankheiten, Magerkeit und Erschöpfung, Durst begleitet von Körperhitze

Fig. 6 (oben links). Gegen Fülle und Störungen in den Eingeweiden, verbunden mit Schwäche

Fig. 7 (unten rechts). Zur Erhaltung der Gesundheit (!)

Fig. 8 (unten links). Zur Erhaltung der Gesundheit (!)

 


 

Fig. 9 (oben links). Gegen Schwindel und Blässe

Fig. 10 (oben rechts). Gegen Kopfschwere und Schlaf

Fig. 11 (unten links). Gegen Knieschmerzen, Störungen in den Nieren, Schwellungen aus Schwäche

Fig. 12 (unten rechts). Gegen Lähmungen eines Gliedes, kurzen und hastigen Atem, Unterleibsschmerzen mit Blähungen

 


 

Fig. 13 (oben rechts). Gegen Herzkrankheiten mit Schwäche

Fig. 14 (oben links). Gegen kalten Schweiß, bittern Geschmack im Munde, Schwierigkeiten im Gang

Fig. 15 (unten rechts). Gegen Nieren- und Blasengrieß. Wirkt und heilt auch sonst vielfach. Man muß dazu einen Aufguß aus Zinnober und Alaun in kaltem Wasser nehmen

Fig. 16 (unten links). Gegen dauernde Hitze in den Handflächen und Fußsohlen

 


 

 

Fig. 17 (oben links). Gegen Störungen in der Brust und Beklemmungen

Fig. 18 (oben rechts). Zur Erhaltung der Gesundheit

Fig. 19 (unten links). Gegen Steine und Nierenkolik

Fig. 20 (unten rechts). Gegen Bewegungen in den Eingeweiden und die Unruhe im Körper