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Verfall des Ryūkyū Kobudō

Nach der Abschaffung des Königreichs von Ryūkyū und der Gründung der Präfektur Okinawa als Teil Japans im Jahre 1879, begann das Ryūkyū Kobudō zu verfallen. Unter anderem lag dies an dem Verlust der Ränge des Ryūkyū-Königreichs und den damit verbundenen Bräuchen und Pflichten der jeweiligen Amtsträger. Dem Ryūkyū Kobudō als Instrument der administrativen und quasi-militärischen Funktionen wie Wach- und Sicherheitspersonal, Straßenpolizei u.a., wurde damit der Boden entzogen.

Der amerikanische Flotillenadmiral Perry besuchte 1853/54 Okinawa und den königlichen Hof in Shuri. Die Öffnung Japans ging mit der nun auch faktischen Einverleibung Ryūkyūs in zwei Schritten einher; 1972 als Han (Feudalgebiet) Japans, und 1879 als japanische Präfektur.

Desweiteren verlor die zum Teil auch offensichtlich kulturell begründete Beschäftigung der höheren Klassen mit dem Ryūkyū Kobudō ihre Grundlage. Trotz allem gelang es einigen Vertretern, die Traditionen aufrecht zu erhalten. Einige von diesen Leuten gingen nach Japan.

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