Geschichte                   Historische Protagonisten                   Training                  Lesestoff                   Waffen

歴史

 

 

Zurück

Home

 

Kapitelauswahl

Einführung

Ryūkyū Kobudō

Sanzan Jidai

Sappōshi

36 Familien

Ryūkyū Königreich

Satsuma Invasion

Konsolidierung

Entwicklung

Abschaffung des Königreichs

Verfall des Ryūkyū Kobudō

Erneuerung des Ryūkyū Kobudō

      Abschaffung des Königreiches


Abschaffung des Königreiches

1879 wurde das Ryūkyū-abgeschafft und die Präfektur Okinawa 沖縄県 als Teil Japans gegründet und als als japanische Präfektur reorganisiert. Der König wurde als Gefangener nach Tōkyō gebracht. Damit verloren die Ryūkyū-Offiziellen ihre Ränge und somit auch ihre Funktionen und Pflichten. Die ehemaligen Ryūkyū Pechin und andere Personen von Rang gehörten danach aber nicht zu den Shizoku – wie dies in Japan der Fall war. Vielmehr wurden sie einfach komplett degradiert, zu "normalen" Leuten gemacht und so oft gezwungen einfache Tätigkeiten aufzunehmen.

Dies mag ein Grund für das Aufkommen solcher Waffen wie Tinbe/Rochin, Kama, Nunchaku, Tekkō gewesen sein. Kama, Tinbe, Surujin, Nunchaku wurden erst in der Zeit der Präfektur Okinawa klassifiziert. Z.B. Kanegawa no Gibu, der Großvater von Taira Shinken, entwickelte das Tinbe-jutsu und die Techniken für Kama, Surujin, Nunchaku, Tekkō. Er soll ehemals von Rang gewesen sein, den er jedoch bei der Abschaffung des Königreiches verlor. Unter diesen neuen Umständen entwickelten sich nun stärker die neuen Methoden, was schließlich dazu führte, daß die offensichtlich der Landwirtschaft entlehnten Geräte wie Tekkō, Nunchaku, Kama usw. als Beweis für eine sogenannte "geringe Herkunft" des Ryūkyū Kobudō angenommen wurden. Dies ist historisch gesehen natürlich verkehrt.

Die mit Verwaltungs- und Wachaufgaben betrauten Bushi des Königreiches waren Menschen der Kultur. Ihre Kampfmethoden waren durch die auch sonst einzigartige Kultur Okinawas geprägt.

    Nächstes Kapitel