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Satsuma Invasion

Nach dem fehlgeschlagenen Korea-Feldzug unter Hideyoshi und den Umwälzungen in Japan, die zur Gründung des Tokugawa-Shōgunats führten, war die Ruhepause für Ryūkyū vorbei. Sie hatten sich mehrfach Anfragen zur Tributbringung nach Satsuma verweigert, sich unhöflich gegenüber Untersuchungsgesandten benommen und die Angelegnheit so auf die Spitze getrieben, dass Fürst Shimazu die Gelegenheit wahrnahm, um seine eigenen Position und die seines Fürstentums innerhalb der japanischen Feudalordnung der Tokugawa-Zeit zu optimieren. Er bat Tokugawa Ieyasu um Erlaubnis zur "Bestrafung" Ryūkyūs, und dies wurde ihm gewährt. 

Die Satsuma-Flotte unter Fürst Shimatsu 島津 begann ihre Offensive im März 1609 über die Amami Ōshima Insel 奄美大島 in Richtung Ryūkyū und attackierte das Königreich mit einer über 3.000 Mann starken Heeresmitte; die Gesamtstreitkraft jedoch war wesentlich größer.

Sie landeten in Untenminato 運天港, dem Hafen von Unten, nahe dem Dorf Nakijin 今帰仁, gelegen im nördlichen Teil Okinawas und seit antiken Zeiten als natürlicher Hafen genutzt. Ryūkyū hatte diesem Angriff militärisch nichts entgegen zu setzen, obwohl im Vorfeld durch in Kagoshima ansässige Ryūkyū-Händler Nachricht über die Vorbereitungen der Invasion an den Hof gebracht wurde. Ryūkyū wandte sich an China mit Bitte um Hilfe... keine Antwort.

Zu den strategischen Verteidigungsmaßnahmen Ryūkyūs gehörte dass Spannen von Ketten im Hafen, um die Boote zu blockieren; mißglückt. Das Auslegen riesiger Mengen giftiger Habu-Schlangen am rückseitigen Berghang der Burg in Shuri; ohne Wirkung. Nach einer langen Zeit des Friedens und der staatlichen Waffenbevorratung und –kontrolle wurden sie in kürzester Zeit vollständig von den Streitkraft der Shimatsu besiegt, die unter anderem aus mit Feuerwaffen ausgestatteten Kompanien bestand. Der König hatte noch versucht, eine friedliche Lösung zu erreichen... abgelehnt. Tatsächlich verlangte Satsuma, dass endlich die Ryūkyū-Krieger zu Felde geschickt würden. Nach drei Scharmützeln war alles vorbei.

Nach der Eroberung des Shuri-gusuku 首里城, der Burg von Shuri, wurden König Shō Nei 尚寧 (reg. 1589-1620), seine Minister und weitere Personen als Geiseln nach Satsuma verschleppt, wo sie ca. zwei Jahre lang festgehalten wurden. König Shō Nei wurde gedemütigt und zu einem schriftlichen Schwur gezwungen, indem er stellvertretend für sich und seine Nachkommen den Eid ablegte, den Shimatsu-Clan niemals zu verraten. Einer der drei Minister, oder Sanshikan, weigerte sich, den Schwur zu unterschreiben und wurde von den Satsuma geköpft.

Jana Oyakata Teidō 謝名親方鄭迥, Dorfoberhaupt von Kumemura, Naha, war einer der höheren Minister, oder Sanshikan 三司官, und diente dem König von Ryūkyū als Assistent. Die Shimatsu wollten Jana zwingen, das Loyalitätsgelübde zu unterschreiben. Jana jedoch verweigerte die Anerkennung jedes einzelnen Teils des Gelübdes, welches die Invasion von Ryūkyū durch die Shimatsu rechtfertigen sollten. 1611 wurde Jana von den Shimatsu hingerichtet. Die Chinesen ehrten Jana später als einen "loyalen Gefolgsmann, der sich selbst in Zeiten der nationalen Krise opferte."

Obwohl das Ryūkyū Königreich offiziell ein unabhängiges Land blieb, war es tatsächlich Tokugawa Ieyasu 徳川家康 (1542-1616, Shōgun 1603-1605) und seiner Militärregierung (Shōgunat 将軍職, Bakufu 幕府) untergeordnet, und die ausführende und kontrollierende Gewalt übten die Shimatsu aus.

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