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36 Familien

Das Jahr 1393 brachte Ryūkyū ein besonderes Geschenk des kaiserlichen chinesischen Hofes, die sogenannten 36 Familienvon Kumemura 久米村. Diese erlangten besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Steuerung von Tributangelegenheiten sowie dem chinesischen Einfluss auf Kultur, Technik (vor allem Schifffahrt), Administration etc., und die Entwicklung der Kampfkunst von Ryūkyū.

Die "36 Familien" - die Zahl ist bildlich zu nehmen - waren hauptsächlich verantwortlich für die Steuerung der Tribut- und Handelsbeziehung Chinas mit Ryūkyū. Dies eröffnete China die Möglichkeit, über Okinawa als Zwischenstation einen Teil seines Überseehandels tätigen zu können. Die 36 Familien bestanden aus Gelehrte, Techniker, Künstler, Mönche und Kaufleute, die in Kumemura, einem zu Naha gehörenden Dorf, ihre eigene chinesische Mission oder Verwaltungs- und Kulturzentrale gründeten und dort ein privilegiertes Leben führten. Durch diese Gesandten wurden erstmals die ausgefeilten chinesischen Kampfmethoden an den okinawesischen Adel, Militär, Polizei und Gleichgesinnte weitergegeben.

Brücke in Naha

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